Weltreise - Schön, dass du vorbei schaust!

Für mich geht gerade ein großer, lang gehegter Traum in Erfüllung. Einmal rund um die Welt reisen. Unterschiedlichen Menschen begegnen. Faszinierende Natur, Kulturgüter und Städte erleben. Neugier befriedigen. Inspiriert werden.
Hier findest du Teile, die mich besonders bewegt haben: Erlebnisse, Eindrücke, Kurzberichte,...
Schön, dass du kurz an meiner Reise teilnimmst!

17 November 2006

Machu Picchu

Wir haben es gesehen! DAS touristische Highlight von Peru, manche sagen von ganz Suedamerika. Die alte Inka Stadt Machu Picchu.

Vom 3.400m hoch gelegenen Cusco faehrt man 4 Stunden mit dem Zug ein enges Flusstal hinab. Langsam aendert sich die Landschaft zu einem Nebel-Regenwald. Strassen gibt es keine nach Machu Picchu.


Dies war wohl auch der Grund warum diese alte Inka-Stadt von den Spaniern nicht entdeckt und zerstoert wurde.

Das letzte Stueck kann man auf einem alten Inka-Pfad zurueck legen. Dann sieht man ploetzlich diese alte Stadt auf einem Berg, umringt von viel hoeheren Bergen.





Die Inkas wurden 1533 von den Spaniern besiegt.



Zuvor haben die Inkas ein riesiges Reich erobert und beherrscht. Es reichte von Columbien bis Chile, war ca. 4.000km lang und durchschnittlich 500km breit. Insgesamt waren das 1.700.000 km2 (verglichen mit 88.000 km2 von Oesterreich).



Die Inkas betrieben Astronomie und verehrten die Sonne und Mond. Bei der Sommersonnenwende durfte die Sonne nicht direkt betrachtet werden. Daher wurde im Tempel ein Sonnenspiegel verwendet.



Die Inkas hatten auch Tier- und Menschenopfer. Geopfert wurden Lamas und Alpakas. Fuer besonders schwierige Probleme (Trockenheit, Ernteausfaelle) aber auch junge Maedchen und Frauen von adeligen Familien, fuer die dies eine ehre war.

Der Kondortempel war eine dieser Opferstaedten. Am Stein wurde das Opfer getoetet, in der Rinne das Blut aufgefangen.



Beruehmt sind die Inkas auch fuer die exakte Bearbeitung von Steinen. Sie verwendeten fuer Tempel und besondere Gebaeude perfekt bearbeitete Steine. Keinen Moertel. Die Steine haben nicht unbedingt rechte Winkel, sind auch keine Quader. Aber sie passen perfekt zueinander, ohne durch Erdbeben gefaerdet zu sein.



Die Inkas haben aber kaum etwas selbst entdeckt. Alle ihre Kulturtechniken (Terassenanbau, Landwirtschaft,...) haben sie von eroberten Voelkern uebernommen. Eventuell etwas verfeinert und auf ihr Reich verbreitet.

Sie haben andere Voelker nicht vernichtet, sondern bestehen lassen wie sie waren. Eventuell mit einer neuen "Inka-treuen" Fuehrungsschicht besetzt. (Dies erinnert an moderne Fusionen und Konzern-Uebernahmen.)




Schon vor den Inkas gab es unterschiedlichste Voelker in Peru. Es gibt gut erhaltene Mumien aus der Paracas-Kultur, die 2.500 Jahre alt sind. Sowie beiendruckende Textil-und Tonfunde.



Das Amerika nur von "einfachen" Wilden bevoelkert war, stimmt also keinesfalls. Die Spanier habe einfach alles ausgeloescht und katholisch umgefaerbt.