Weltreise - Schön, dass du vorbei schaust!

Für mich geht gerade ein großer, lang gehegter Traum in Erfüllung. Einmal rund um die Welt reisen. Unterschiedlichen Menschen begegnen. Faszinierende Natur, Kulturgüter und Städte erleben. Neugier befriedigen. Inspiriert werden.
Hier findest du Teile, die mich besonders bewegt haben: Erlebnisse, Eindrücke, Kurzberichte,...
Schön, dass du kurz an meiner Reise teilnimmst!

22 Mai 2007

Zuhause - Steyr

Ich freue mich wieder daheim zu sein. Schoen ist es in Oesterreich. Die hohe Lebensqualitaet 'tut auch nicht weh'.
(Diese Formulierung gefaellt mir, ein Vorstufe zum Sudern und Raunzen. Man merkt ich akklimatisiere mich. ;-)



Reisen ist anstrengend. In den letzten 33 Wochen bin ich genau
30 mal in ein Flugzeug gestiegen, habe
unzaehlige Bus-, Zug-, Boots-, Mietauto-, Motorrad-, Riksha- und Taxi-Fahrten gemacht (bin wohl ebenso weit zu Fuss gegangen :-), und bin in Summe in
95 Unterkuenften gewesen.

Reisen ist bereichernd. Ich konnte wirklich viele beeindruckende Dinge sehen, habe zahlreiche inspirierende Erlebnisse gehabt und sehr viele interessant Menschen kennen gelernt.



Schoen, dass du an meiner Reise teilgenommen hast! Danke fuer die Rueckmeldungen zum Blog die ich schon bekommen habe oder noch bekommen werde. Ich freu mich schon auf ein Wiedersehen!

20 Mai 2007

Tokyo

New York stand am Anfang, Tokyo am Schluss. Es ist eine Stadt der Superlativen. Schon ein Blick von einer beliebigen Bruecke zeigt, die Stadt ist so sauber wie Singapore...



... und groesser und moderner als New York. Es gibt mehr Reiche als in Liechtenstein und Monaco zusammen.



In den Nobeleinkaufsstrassen spiegelt sich die Cartier Fassade in den Luis Vuitton Schaufenstern, gleich gegenueber findet man Chanel.



Neu fuer mich war, dass in Tokyo auch Menschen auf der Strasse leben. Rund 30.000, fast so viele Menschen wie in Steyr wohnen.



Angesichts des guenstigen Yen Kurses ist fuer Europaer eine Reise nach Japan relativ erschwinglich (und absolut empfehlenswert).



Neben Mozart habe ich Red Bull als Hinweis auf Oesterreich wahrgenommen. Die bunten Lichter und das dichte Gewirr von tausenden Menschen in den naechtlichen Einkaufsstrassen war einer der letzten intensiven Eindruecke Japans.

19 Mai 2007

Geishas

Hin und wieder konnte ich einen Blick auf eine Geisha erhaschen. Nach der Fahrt von Himeji nach Kyoto...



...oder in der Naehe eines Tokyoter Einkaufszentrums.



In Japan gibt es angeblich knapp 1.000 Geishas oder in Ausbildung zur Geisha befindliche Frauen. Diese vielseitige Profession der perfekten Gastgeberin - ausgebildet in traditioneller Musik, Gesang, Tanz, Kalligraphie, Blumenstecken und Konversation - uebt eine eigene Faszination aus.

18 Mai 2007

Manga Cafes

Eine der schrillen Facetten der japanischen Jugendkultur sind die Manga Cafes. In diesen ist es 24 Stunden Nacht bzw. Abendstimmung, weil es ja Kunstlicht gibt.



Bezahlt wird fuer die Dauer des Besuchs. Sprich man checkt am Empfang ein, dann kann man sich Eis, sowie kalte oder warme Getraenke nehmen, und...



... eines der unzaehligen Comics aussuchen.



Diese Buecher oder DVDs schaut man dann in einer kleinen privaten Koje an.



Beim frueheren oder spaeteren Verlassen zahlt man fuer die Aufenthaltsdauer. In den privaten Kojen kann man auch schlafen, wenn man z.B. die letzte U-Bahn verpasst hat. Ausserdem gibt es Duschen, Waschmaschinen und Trockner, sodass man eigentlich ganz dort leben kann.
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Unabhaengig von den Manga-Cafes gibt es viele 'Spielhoellen'.



Der Laerm dort drinnen ist unertraeglich, er hat mich an metallverarbeitende Fabriken erinnert. Ein lautes Dauergeraeusch von hunderten Apparaten mit Metallkugeln. Letztere werden in Kisten gehortet und von den Maschinen ausgespuckt, wenn man Glueck hat. Sie stellen wohl sowas wie eine Waehrung dar.

17 Mai 2007

Leckerbissen

Japan, ein wahrer Leckerbissen am Schluss meiner Reise. Im uebertragenen Sinn...



... aber auch woertlich. Von guten Baeckereien bis tollem Sushi.

15 Mai 2007

Kyoto



1997 wurde in Kyoto ein UNO Protokoll zur Reduktion von Treibhausgasen beschlossen. Abgesehen davon ist Kyoto beruehmt als DIE historische Stadt Japans.



Das Herrscher-Haus hat ueber 1.000 Jahre (794 bis 1868) in Kyoto gelebt. Allerdings hatten sie nicht immer die wirkliche politische Macht. Diese wurde ueber weite Strecken von militaerischen Familien (Shogune und Samurais) ausgeuebt.



Eine der Hauptattraktionen ist ein alter, auf riesigen Holzstelzen gebauter Tempel.



Zum Glueck war Hans wieder aus dem Altarbereich verschwunden als die Pilgerinnen ankamen. :-)



Die Klangschale hatte, richtig mit dem riesen Knueppel angeschlagen, einen ganz massiven Klang.



In den Tempelanlagen konnte man Gebete und Wuensche auf Holztafeln schreiben.



Die goldene Pagode ist ein weiteres beliebtes Ausflugsziel.



Es gibt in Kyoto 17 UNESCO Weltkulturerbe Staetten, und in Summe ueber 2.000 Tempel und Schreine. Etwas zuviel fuer mich.



Mit ihrem dezenten Charme luden mich die japanischen Gaerten zum Verweilen ein.



Die beruehmte Kirschbluete konnte ich nur mehr auf den Faechern in Souvenierlaeden sehen.

14 Mai 2007

Himeji



In Himeji gibt es die beruehmteste 'Burg' Japans. Ein typischer Platz fuer touristische Beweisfotos.



Die Ruestungen der Samurai haben etwas an Star Wars und Darth Vader erinnert.



Besonders hingewiesen wurde auf die tolle Erfindung der Luken von denen Pfeile, Kugeln, heisses Oel,... auf Angreifer geschossen oder gegossen werden konnte.



Ich hab eher die Schiebefenster und Schiebetueren typisch japanisch gefunden,...



... und natuerlich die Gemaelde.

13 Mai 2007

Oeffentlicher Verkehr

Die Shinkansen Zuege sind ein Markenzeichen Japans. Eigentlich sind sie wie Euro-City Zuege, blos schneller, groesser und puenktlich.



Sie erreichen im normalen Betrieb Geschwindigkeiten bis 300 km/h. Die Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen Tokyo und Nagoya liegt (inkl. Bahnhofsaufenthalte) bei 206km/h!

Seit den 60iger Jahren, als mit den Shinkansen Zuegen begonnen wurde, gab es noch keinen einzigen Toten infolge eines Unfalls.



'Just in Time' wurde in Japan erfunden und wird nicht nur auf Produktionsbetriebe angewendet.

Die Zuege verkehren mit perfekter Punktlichkeit und grosser Regelmaessigkeit, zum Teil mit nur 6 Minuten Abstand am selben Gleis! s. Anzeigentafel.



Beeindruckt war ich auch von den Bahnhofsgebaueden. Hier zum Beispiel der Bahnhof Kyotos.



In Shinjuku (nur einer von mehreren Bahnhoefen Tokyos) werden pro Tag 3 Millionen Menschen befoerdert. (Im gesamten Gebiet Deutschlands sind es nur 4,5 Mio. pro Tag.)



Es ist mir etwas peinlich, aber ich war auch vom beheizten Sitz und Cockpit des Bahnhofsklos angetan.

Nara

Nara gilt als die aelteste, permanente Hauptstadt Japans. Da die buddhistischen Kleriker zu einflussreich wurden, hat man bereits nach 75 Jahren (794 n.Chr.) die Hauptstadt nach Kyoto verlegt.



Heute sieht man in Nara das groesste Holz-Gebaeude der Welt. Urspruenglich war es noch um die Haelfte groesser! 1709 brannte die Halle ab und wurde danach in der heutigen Groesse wiedererrichtet.



Die rund 450.000 kg schwere Buddha-Statue wurde urspruenglich im Jahr 746 gegossen. Im Lauf der Jahrhunderte verlor sie aber den Kopf mehrmals bei Erdbeben.



Nara war ein netter Ausflug aufs Land und ins historische Japan.

12 Mai 2007

Jugendkultur - Harajuku

Harajuku, ein Tokyoter Stadtteil, ist Treffpunkt fuer eine sehr eigene Form von Jugendkultur. Mir schwirrten Begriffe wie Punks, Grufties, Nuttenlook, Puppenlook durch den Kopf.



Die Symbolik wirkt eher duester. Schwarz und sehr blasse Pastelltoene dominierten. Elemente wie Totenkoepfe, Nieten, Leder, Netzstruempfe und Spitzen sind neben Kleinkind-Symbolen wie Teddybaeren, Herzen, Bluemchen, etc. zu finden.

Auch hier im rosa "Zuckerl"-Outfit findet man auf den zweiten Blick einen Totenkopf:



Meine Assoziationen waren: Sehnsucht nach Aufmerksamkeit und Mitleid. Kleinkind bleiben wollen, Depression, Todessehnsucht.

Diese Deutung ist natuerlich subjektiv und verallgemeinernd.
Der Eindruck wird nicht nur vom Outfit, sondern auch stark von der Mimik und Gestik beeinflusst.

Blasse Schminke, enttaeuschtes, trauriges Gesicht, unsicheres Humpeln wie wenn die Stoeckel staendig einknicken wuerden...



Das Outfit ist stark durchgestylt. Verwendet werden Accessoires wie in der normalen Modewelt: Taschen, Trolleys,..., Guertel, Ketten, Huete, Sonnenbrillen, Kniestruempfe,...

Die Accessoires koennen in Boutiquen in Harajuku gekauft und beim Shoppen gleichzeitig ausgefuehrt werden.

Es entstehen ausgefeilte "Kopien" von Laufstegkreationen, blos mit einer anderen Symbolik besetzt.



Moegliche Hintergruende die mir durch den Kopf gingen: Die japanische Gesellschaft ist relativ alt. Es gibt durchschnittlich 1,26 Kinder pro Frau, Tendenz weiter fallend. Damit einher geht ein grosser Erwartungsdrucks was schulische Leistung betrifft. Die Kultur setzt generell eher auf Trill und Konformitaet.

Gleichzeitig ist die Jugend fuer diese wohlhabende, aber alte und relativ abgekapselte Gesellschaft unverzichtbar.